Unser Lexikon

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A

Auflegen von Kälteträgern

Kälteanwendungen sind insbesondere nötig bei z.B., Gelenkentzündungen oder Prellungen. Hierbei ist es wichtig die Dauer und die Anwendungen zu beachten, da man den Patienten ansonsten Schaden zufügen kann. Diese Anwendungen sollte auch durch geschultes Fachpersonal übernommen werden.

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B

Blasenspülung

Die Blasenspülung bzw. Blaseninstillation dient zur Ausspülung der Blase bei verschiedenen Erkrankungen der Blasenschleimhaut, sowie zum Einbringen von medikamentenhaltigen Spüllösungen. Im Falle einer ärztlichen Verordnung werden diese Maßnahmen von Pflegefachkräften durchgeführt.

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Blutdruck

Bei verschiedenen Erkrankungen (nicht nur Herzerkrankungen) sind regelmäßige Blutkontrollen erforderlich um Komplikationen oder aber Folgeerkrankungen zu vermeiden. Das Messergebnis wird in zwei Werten angegeben (z.B.: 140 / 90) Die erste, höhere Zahl gibt den Blutdruck an, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, wenn das Blut in die Schlagadern gepumpt wird. Der Arzt spricht vom "systolischen" Wert. Die zweite Zahl gibt den "diastolischen" Wert an, der bei der Erschlaffung des Herzens nach dem Pumpvorgang entsteht.
Sollte daher die Indikation einer regelmäßigen RR-Kontrolle gegeben sein, wird ein qualifiziertes Fachpersonal die entsprechenden Blutdruckmessungen durchführen, dokumentieren und bei Entgleisungen sofort Kontakt zu dem Hausarzt aufnehmen.

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Blutzuckerkontrolle

Ermittlung und Bewertung des Blutzuckergehalts. Die ermittelten Werte werden bei Bedarf dem behandelnden Hausarzt mitgeteilt.
Die Bestimmung des Blutzuckerspiegels ist die wichtigste Untersuchung zur Diagnose der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Diese Untersuchung ist sehr einfach durchführbar. Dazu ist nur ein winziger Tropfen Kapilarblut, der meisten aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen entnommen wird, notwendig. Diese Methode wird mit einem elektronischen Messgerät vorgenommen. Der kleine Bluttropfen wird auf einem Blutzuckerstreifen gegeben, der dann in das Gerät gelegt wird. Das Gerät zeigt dann den Wert an. Der Blutzucker sollte nüchtern (12 Stunden nach der letzten Mahlzeit) gemessen werden, da die Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegelstark beeinflusst. Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit ist sehr wichtig. Kohlenhydratreiches Essen, z.B. Nudeln, können zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen. Dennoch muss der Betreffende nicht zuckerkrank sein.

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D

Dekubitusbehandlung

Ein Dekubitus (Druckgeschwür) entsteht infolge einer Minderdurchblutung bei fehlender Druckentlastung. Die Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Umso länger Druck auf bestimmten Hautbezirken lastet, umso schneller kommt es zur Schädigung der Haut. Druckentlastung durch Mobilisation oder Lagerung hat oberste Priorität. Ein Dekubitus lässt sich mithilfe einer modernen Wundversorgung und durch Ausschluss von Risikofaktoren gut behandeln. Diese Versorgung wird durch Fachpersonal insbesondere Wundexperten durchgeführt.

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E

Einläufe und Klistiere

Dieses sind Einleitungen von Flüssigkeiten in den Dickdarm durch den After. Zum einen dient es als Abhilfe bei Verstopfung, zum anderen zur Verabreichung von Medikamenten oder aber zur Vorbereitung einer Darmspiegelung.
Pflegedienste mit qualifiziertem Fachpersonal führen diese Anwendungen in enger Kooperation mit dem Hausarzt durch.

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F

Flüssigkeitsbilanzierung

Bei einer Flüssigkeitsbilanzierung werden alle Flüssigkeiten, die dem Körper innerhalb von 24std. zugeführt werden, der Flüssigkeitsmenge gegenübergestellt, die den Körper im gleichen Zeitraum verlassen. Somit kann die Pflegefachkraft zeitnah erkennen, ob sich die Flüssigkeit im Körper aufstaut oder aber den Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt wurde. Hierdurch können in Kooperation mit den Hausärzten Folgeerkrankungen vermieden werden.

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H

Heimbeatmung

Die Heimbeatmung ist ein Teilgebiet der Intensivmedizin, bei der der Mensch aufgrund zeitweiser oder bleibender Störungen des Nervensystems, der Atemmuskulatur oder Lungenerkrankungen erstens maschinell beatmet werden muss, er aber trotzdem aus der Klinik entlassen werden kann.
Es wird unterschieden zwischen zweitens invasiver und drittens nicht-invasiver Beatmung.

  1. Bei der Heimbeatmung kommen sehr moderne, handliche und benutzerfreundliche Beatmungsgeräte zum Einsatz. Die Beatmung erfolgt je nach gewählter Beatmung entweder über eine Beatmungsmaske oder über eine Trachealkanüle. Über diese Beatmungsgeräte ist eine, dem Kunden angepasste, Sauerstoffzufuhr möglich.
  2. Bei der invasiven Beatmung werden die Kunden über eine Trachealkanüle, die durch den Hals direkt in der Luftröhre liegt, beatmet. Die invasive Beatmung wird meist kontinuierlich durchgeführt, kann aber teilweise auch bis zu mehreren Stunden ausgesetzt werden, solange der Kunde dieses duldet.
  3. Bei der nicht-invasiven Beatmung (NIV - Non Invasive Ventilation) wird nicht über eine Trachealkanüle beatmet, sondern es werden spezielle, teils maßgefertigte Masken benutzt. Diese Form ist eine Übergangslösung. Je nach dem gewünschten oder benötigten Zeitumfang, ist eine weitere Pflegefachkraft anwesend, um die Grundpflege und die Behandlungspflege durchzuführen, sowie den Kunden zu überwachen und gegebenenfalls entsprechend zu reagieren. Die Pflegefachkräfte werden durch interne Fortbildungen und in der Praxis nach einem standardisierten Konzept eingearbeitet.
  4. Pflegefachkräfte haben eine 3-jährige Ausbildung mit einem staatlichen Examen abgeschlossen. Eine Pflegefachkraft ist die Krankenschwester, der Krankenpfleger, die Kinderkrankenschwester, der Kinderkrankenpfleger, die Altenpflegerin und der Altenpfleger.
  5. Zu den Überwachungsparametern gehören die Beatmungs- und Vitalparameter, das endotracheale Absaugen, die Pulsoxymetrie und die Sauerstoffgabe. Die Versorgung und das Wechseln der Trachealkanüle erfolgt ebenfalls durch die Pflegefachkraft, so dass ein Krankenhausaufenthalt aus diesem Grund im Normalfall nicht notwendig wird.

Ein großer Vorteil der Heimbeatmung ist, der Kunde ist in seinem gewohnten häuslichen Umfeld. Die Lebensqualität und Lebensfreude ist dadurch gesteigert. Der Kunde behält seine Selbstbestimmtheit und gestaltet seinen Tagesablauf mit den Pflegefachkräften zusammen. Der Kunde soll aktiv seinen Interessen und Wünschen nachgehen können. Soziale Kontakte, die Teilnahme an Familieären Veranstaltungen- die Beatmung ist dafür keine Einschränkung.
Die Pflegefachkräfte nehmen dem Kunden durch Sachwissen und Erfahrung die bestehenden Ängste. Sie beraten und planen mit dem Kunden zusammen die Alltagsgestaltung. Damit es zu einem Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Pflegefachkraft kommen kann, wird ein festes Pflegeteam für jeden Kunden gebildet.

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I

Injektionen

Einspritzen von flüssigen Arzneimitteln bis 20ml in subkutaner (unter die Haut), intramuskulärer (in den Muskel) Form. Beispiele sind hierbei z.B. Diabetes mellitus, Heparingabe oder Vitamin B12. Die Intravenöse Injektion wird ausschließlich von einem Arzt durchgeführt.

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K

Katheterisierung

Unter Katheterisierung versteht man das Einführen eines Katheters in die Blase zur sterilen Entnahme von Urin, zur Entleerung der Blase oder auch zur Instillation von Medikamenten in die Blase.

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M

Medikamentengabe

Viele kranke und hilfsbedürftige Menschen benötigen bei der Einnahme und beim Herrichten der Medikamente Hilfe von einer Pflegefachkraft. Dieses wird durch das Fachpersonal von Pflegediensten nach der 6-R-Regel durchgeführt. Die 6-R-Regel heißt:

  • Richtiger Patient
  • Richtige Zeit
  • Richtiger Wirkstoff / richtiges Medikament
  • Richtige Dosis
  • Richtige Applikationsform (Verabreichung)
  • Richtige Dokumentation


Somit ist die korrekte Medikamenteneinnahme der Patienten sichergestellt.

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P

Pflegestufen

Die Pflegebedürftigkeit und damit die Höhe der finanziellen Leistungen aus der Pflegekasse, wird auf Antrag bei der zuständigen Pflegekasse nach einer Untersuchung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgelegt. Es gibt drei Pflegestufen, in der häuslichen Pflege kann der Pflegebedürftige zwischen Pflegegeld (wird ausgezahlt), Pflegesachleistungen (Hilfe von Fachkräften in der häuslichen Pflege durch ambulante Pflegedienste) oder Kombinationsleistungen (ein Mix aus beidem) wählen:

Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit) erhalten Personen, die bei Körperpflege, Ernährung oder Mobilität mindestens zwei Mal täglich Hilfe brauchen und zusätzlich mehrmals in der Woche bei hauswirtschaftlicher Versorgung Hilfen benötigen. Pflegesachleistungen bis 450 Euro, Pflegegeld 235 Euro, Pflegezeit täglich muss mindestens 90 Minuten betragen.

Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftigekeit): erhalten Personen die mindestens drei Mal täglich zu verschiedenen Tageszeiten und zusätzlich mehrmals in der Woche bei hauswirtschaftlicher Versorgung Hilfe brauchen. Pflegesachleistungen bis 1100 Euro, Pflegegeld 440 Euro, Pflegezeit mindestens drei Stunden täglich.

Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftigkeit): erhalten Personen die täglich rund um die Uhr, auch nachts, betreut werden müssen und mehrfach in der Woche Hilfe bei hauswirtschaftlicher Versorgung benötigen. Pflegesachleistungen bis 1550 Euro, Pflegegeld 700 Euro, Pflegezeit mindestens fünf Stunden täglich.

Pflegesachleistungen

aktuell

Pflegestufe I

450 Euro

Pflegestufe II

1.100 Euro

Pflegestufe III

1.550 Euro

Pflegegeld

aktuell

Pflegestufe I             

235 Euro

Pflegestufe II

440 Euro

Pflegestufe III

700 Euro

 

 

Psychiatrische ambulante Pflege

Unser oberstes Ziel ist, dass die Patienten erlernen, ihre Lebensprobleme selbstständig zu lösen und ihre Aufgaben im täglichen Leben wieder zu bewältigen. Durch den Aufbau einer professionellen Beziehung und Beobachten des Krankheitszustandes und der Krankheitsentwicklung durch Pflegekräfte, muss eine stützende Tagesstruktur geschaffen, die Kontaktaufnahme zu Angehörigen vermittelt oder Selbsthilfegruppen und die sozialen Kontakte der Patienten gefördert werden. Somit können Krisensituationen erkannt und Maßnahmen zur Lebenshilfe eingeleitet werden.

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Q

Qualitätsmanagement - Bestandteile

Das Qualitätsmanagement besteht aus:

  • Qualitätsplanung
  • Qualitätslenkung
  • Qualitätssicherung
  • Qualitätsverbesserung

Regelkreis des Qualitätsmanagements
Großer Wert wird im QM auf die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse gelegt. Erfahrungen daraus fließen wieder zurück in die Planung, so dass ein Regelkreis Demingkreis
 entsteht:

Qualitätsplanung
 - Es wird ein Ist-Zustand ermittelt und die Rahmenbedingungen für das Qualitätsmanagement festgelegt. Danach werden Konzepte und Abläufe erarbeitet.

Qualitätslenkung
 - Die in der Planphase gewonnenen Ergebnisse werden umgesetzt

Qualitätssicherung
 - Auswerten qualitativer und quantitativer Qualitätsinformationen (Kosten-Nutzen-Betrachtungen, Überprüfen von gemachten Annahmen).

Qualitätsgewinn
 - Aus vorheriger Phase gewonnene Informationen werden für Strukturverbesserungsmaßnahmen und Prozessoptimierung eingesetzt. Erfolge und Ergebnisse werden kommuniziert.

Qualitätsmanagement - Begriffe

Begriffe

Leistungen:
Der Begriff Leistungen im QM umfasst die Dienstleistungen, geht aber über den üblichen Begriff noch hinaus, etwa auch die innerorganisatorischen Leistungen.

Standards:
Ein Standard ist eine vergleichsweise einheitliche oder vereinheitlichte, weithin anerkannte und meist auch angewandte (oder zumindest angestrebte) Art und Weise, etwas herzustellen oder durchzuführen, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat.


Standardisierung:
Standardisierung meint im eigentlichen Wortsinn eine Vereinheitlichung von Maßen, Typen, Verfahrensweisen oder anderem. Ziel ist die Schaffung gemeinsamer Standards.

Qualitätsplanung:
Nach DIN EN ISO 9000:2000 ist Qualitätsplanung als ?Teil des Qualitätsmanagements, der auf das Festlegen der Qualitätsziele und der notwendigen Ausführungsprozesse sowie der zugehörigen Ressourcen zur Erfüllung der Qualitätsziele gerichtet ist? definiert.

Qualitätslenkung:
Nach DIN EN ISO 9000:2005 ist die Qualitätslenkung der Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen gerichtet ist. Qualitätslenkung umfasst dabei Arbeitstechniken und Tätigkeiten sowohl zur Überwachung eines Prozesses als auch zur Beseitigung von Ursachen nicht zufrieden stellender Ergebnisse.

Qualitätssicherung:
Qualitätssicherung sind Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung ein festgelegtes Qualitätsniveau erreicht.

Qualitätsverbesserung:
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess oder kurz KVP ist eine innere Haltung aller Beteiligten und bedeutet: stetige Verbesserung mit möglichst nachhaltiger Wirkung


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S

spezielle Krankenhausbeobachtung

Unter spezieller Krankenhausbeobachtung versteht man das aufmerksame Betrachten und Beobachten des Patienten. Hierbei ist die kontinuierliche Dokumentation sehr wichtig. Diese Beobachtung und Dokumentation läuft mindestens über 24 Stunden. Mit diesen Informationen kann unsere Pflegefachkraft in Kooperation mit dem Hausarzt entscheiden, ob ein eventueller Krankenhausaufenthalt nötig ist, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

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Stomaversorgung

Stoma, im speziellen der künstlicher Darmausgang, ist ein Einschnitt im täglichen Leben. Ein wichtiger Faktor ist die Hautpflege. Kann ich damit Baden oder Duschen? Wie gehe ich mit dem Reinigen oder aber mit dem Beutewechsel um? All das kann unter Anleitung von Fachpersonal erlernt werden, damit der Alltag sorgenfrei erlebt werden kann.

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U

Überprüfung und Versorgung von Drainagen

Eine Drainage hat die Aufgabe, Sekret, Blut und Eiter aus Wund-, Körper- oder Abzesshöhlen abzuleiten. Um Infektionen zu vermeiden sollten alle Drainagen geschlossen mit einem Auffanggefäß verbunden werden. Offene Drainagen (ohne Auffanggefäß) sollten nur in Ausnahmefällen bei infizierten Wunden erfolgen. Wichtig für die Versorgung sind regelmäßige Kontrollen des Systems, Verbandwechsel und die Kontrolle der Umgebungshaut der Einstichstelle der Drainage.

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V

Verbände anlegen / wechseln

Versorgung von Wunden unter ärztlicher Anordnung, die vom Pflegepersonal beobachtet und behandelt wird unter septischen und septischen Kautelen. (z.B. PEG oder SPK).

Das Ziel eines Verbandes ist, die Wunde zu schützen, sowieso die Wundheilung zu fördern. So dienen Verbände hauptsächlich:

  • Dem Schutz (Wundinfektioneserreger von der Wunden fernhalten)
  • Der Entlastung und der Ruhigstellung sowieso der Kompression (Gipsverband)
  • Aber auch der Sekretaufnahme
  • Der Blutstillung
  • Der Kälte- und Wärme oder Medikamentenapplikation.

Die Auswahl der Verbandtechnik und des Verbandmaterials ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Welche Indikation besteht für den Verband?
  • Was möchte ich mit dem Verband erreichen?

Ein Wundverband verhindert mechanische Reizungen und Verunreinigungen von Außen, d.h. Infektionserreger werden von den Wunden ferngehalten. Der Gipsverband dient hauptsächlich der Ruhigstellung und Stütze der verletzten Gliedmaßen. Ein Kompressionsverband wird zur Blutstillung bei Verletzungen, aber auch zur Durchblutungsförderung im Rahmen der Thromboseprophylaxe angelegt.

Wird ein Verband als therapeutische Maßnahme eingesetzt, soll er einen störungsfreien Heilungsverlauf gewährleisten. Somit müssen alle den Heilungsprozess störenden Faktoren, wie z.B. Einschnürungen und zu starke Kompression, bereits beim Anlegen eines Verbandes ausgeschaltet sein.  Stellt der Verband hingegen eine prophylaktische Maßnahme dar, so zielt er darauf ab, zur Thromeboseprophylaxe angelegt.

Ein Mischverband dieser beiden Verbände stellt den sogenannten "funktionellen" Verband dar. Er ist in der Traumatologie nach Verletzungen des Bänderapparates üblich. Indem Pflasterstreifen in ganz bestimmten Richtungen angebracht werden, wird die Funktionseinheit vom Gelenks- und Bänderapparates sowohl unterstützt, als auch entlastet. Bewegungen sind dadurch möglich, eine extreme Beanspruchung wird jedoch vermieden.

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Verbände - verschiedene Arten

Schutzverband

  • Rasche Wundheilung
  • Schutz vor Infektionen
  • Schutz der Wundumgebung vor Erregerausbreitung
  • Schutz vor Austrocknung
  • Befestigung der Wundauflagen
  • Kompressen und Pflaster
  • Wundschnellverband
  • Medikamententräger
  • Operationswunden
  • Septische Wunden
  • Hauterkrankungen

Stützverband

  • Ruhigstellung
  • Gipsbinden und Gipsschienen
  • Pflasterbinden
  • Zinkbinden
  • Zinkleimbinden
  • Frakturen
  • Distorsionen

Kompressionsverband

  • Verbesserung der Durchblutung
  • Vermeiden von Ödemen und Ergüssen
  • Blutstillung
  • Elastische Binden
  • Schaumgummibinden
  • Klebebeschichtete Binden
  • Thrombose-Prophylaxe
  • Blutungen

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