Organspende in Deutschland grundlegend neu geregelt

Nach einem Artikel von welt.de, muss sich in Zukunft jeder Deutsche mit dem Thema Organspende beschäftigen. Bundesregierung und Opposition haben sich auf eine neue Regelung geeinigt.

Künftig soll jeder Erwachsene in Deutschland regelmäßig nach seiner Bereitschaft zur Organspende gefragt werden. Eine Spitzenrunde von Opposition, Koalition und Bundesregierung einigte sich am Donnerstag in Berlin, wie die Beteiligten mitteilten.
Man könne die Bereitschaft erklären (Ja), sie verneinen (Nein) oder das Anschreiben auch einfach wegwerfen, teilte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) mit. Auch die Bereitschaft, nur bestimmte Organe zu spenden, könne man erklären.
Wichtig sei: "Kein Zwang." Doch durch das Anschreiben per Post solle in den Familien diskutiert werden und sich insgesamt die Bereitschaft der Menschen zur Organspende erhöhen, so die Politiker. Ein entsprechender Gruppenantrag solle so schnell wir möglich auf den Weg gebracht werden.

Jeder Organspender ist ein Lebensretter", sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Wichtig sei: "Kein Zwang." Die Zahl der Organspender solle steigen. Dazu sei die Politik gegenüber den rund 12 000 Patienten auf den Wartelisten verpflichtet. "Uns ist wichtig, dass mit der Post die Diskussion auch in die Familien getragen wird", sagte die Grünen-Expertin Elisabeth Scharfenberg.
"Wir wollen die Menschen deutlich öfter mit dem Thema Organspende konfrontieren", sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn. "Wir hoffen, dass wir damit die Bereitschaft deutlich erhöhen können", sagte die SPD-Expertin Carola Reimann.

Einen Organspendenausweis können Sie hier auch direkt ausfüllen und ausdrucken.